Review im Downbeat Magazin – von Ed Enright

Harry Hartmann’s Fiberreed vergrößert weiterhin das Angebot von synthetischen Blättern für Saxophone und Klarinetten mit einem Hemp Fiberreed, dass aus über 80% organischen Materialien wie Birke, Nussbaum und Hanf-Fasern besteht. Hartmann, selbst professioneller Saxophonist, gründete vor 20 Jahren Fiberreed mit der Erfindung seiner synthetischen Blätter, die ein spezielles, Hollow Fiber Compound (HFC) genanntes Material verwenden, dass mit Hohlfasern und einem zellenähnlichem Schaum die gleiche Struktur wie das Rohrholz Arundo Donax aufweist. Seit dem ersten Erscheinen kam Hartmann mit verschiedenen Wiedergeburten des Fiberreed in unterschiedlichen Modellen und Materialien auf den Markt wie den Natural und Natural Classic, den Carbon und Carbon Classic und zuletzt den Hemp Fiberreeds. Jedes der verschiedenen Modelle hat unterschiedliche akustische Eigenschaften und ein einzigartiges Spielgefühl. Spieler die nach einer Alternative zum Rohrholz suchen geben den Fiberreeds gute Noten für Dauerhaftigkeit, Beständigkeit und kräftige Klangeigenschaften.

Vor kurzem habe ich mich in die Fiberreeds vertieft und drei verschiedene Modelle probiert– Natural Classic, Carbon und Hemp -auf Sopran, Alt, Tenor, und Bariton Saxophon und auch auf der Klarinette und Bass Klarinette. Auf den Saxophonen gaben die Blätter viel extra Unterstützung am oberen und unteren Ende des Registers bei den hohen und tiefen Noten: Altissimo Noten kamen leicht und „screaming“ heraus und das untere Register sprach bei Subtones wie bei brüllenden Tönen klar und deutlich an.

Für mich waren die Natural Classics die flexibelsten in Ton und Intonation; sie erlaubten auch extreme Effekte und sehr dynamisches Spielen. Die Carbons sprachen am besten an, hatten die stabilste Intonation und produzierten einen soliden, hellen Ton der für die meisten heutigen, zeitgenössischen Stile geeignet ist. Die Hemp Fiberreeds kommen beim Spielvergnügen einem guten Holzblatt am nächsten und erlaubten mir einen dunkleren, erdigen Ton den ich typischerweise auf Rohrholz bekomme. Das beste Ergebnis gelang mir mit den Medium und Medium-Hard Stärken; die Medium-Softs waren mir zu leicht und gaben mir nicht genug Tonstärke.

Als ich ein Carbon Fiberreed auf meine Klarinette setzte, war ich vom Ergebnis beeindruckt. Die Klarinette ist für mich ein Neben-Instrument. Ich konnte das Instrument „kalt“ anspielen und bekam sofort einen tollen Ton in allen Registern heraus. Auf der Bassklarinette (auf der ich ein Tenor Blatt benutzte) fand ich dass die tiefen Noten nicht besonders stark waren, aber dass die berüchtigten Töne nach dem Registerwechsel klarer als je zuvor spielten. Synthetische Blätter sind nicht für jedermann. Aber wenn du die Art Spieler bist der die Fallen der traditionellen Blätter -wie Wölben, Einreißen, Staunässe (waterlogging), Austrocknen oder einfach zu früh den Geist aufgeben- vermeiden willst, würdest du wahrscheinlich die Fiberreeds eine brauchbare Lösung finden.

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